Etappensieg: Schlichtungsbehörde erachtet Diskriminierung beim Lohn der Kindergartenlehrpersonen als glaubhaft!

6.03.2015

Die Schlichtungsbehörde folgt der Argumentation der drei Verbände VKZ, VPOD, ZLV und erachtet es als glaubhaft, dass eine Lohndiskriminierung der Kindergartenlehrpersonen besteht. Trotzdem verweigert der Kanton Zürich die Aufhebung der Lohndiskriminierung.

Die Schlichtungsbehörde nach Gleichstellungsgesetz stellt fest, dass mit den neuen Aufgaben der Kindergartenlehrpersonen davon auszugehen sei, dass insbesondere die zeitliche Belastung zugenommen habe. Es sei somit glaubhaft gemacht, dass eine Lohndiskriminierung vorliege, da die gestiegenen Anforderungen zu Lohnanpassungen führen müssten. Ist eine Lohndiskriminierung glaubhaft gemacht, trägt der Arbeitgeber die Beweislast. Es ist somit Sache des Kantons den Nachweis zu erbringen, ob die heutige Lohneinstufung noch korrekt ist. Da der Kanton Zürich aufgrund der Bundesverfassung und aufgrund des Gleichstellungsgesetzes die Pflicht hat, den Grundsatz gleicher Lohn für Mann und Frau durchzusetzen, empfiehlt Schlichtungsbehörde dem Kanton Zürich, möglichst rasch Abklärungen zu tätigen um die Grundlagen dafür zu haben, ob und in welchem Umfang eine Besoldungsanpassung vorgenommen werden müsste. Dass der Kanton sich weigert dieser Empfehlung nachzukommen ist unverständlich, müsste es ihm als Arbeitgeber doch ein Bedürfnis sein, keine diskriminierenden Löhne zu bezahlen.

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Ganzer Lohn für ganze Arbeit! Schluss mit Lohndiskriminierung der Lehrpersonen auf Kindergartenstufe

25.10.2014

Kindergartenlehrpersonen gehören der einzigen Berufsgruppe im Kanton an, die für eine Beschäftigung von 100% nur 87% ihrer Lohnklasse erhält. Diese Tatsache ist stossend und wird der verantwortungsvollen und ressourcenintensiven Arbeit mit den jüngsten Kindern der Volksschule nicht gerecht. Aus diesem Grund wehren sich die Verbände VKZ, VPOD und ZLV gemeinsam mit zahlreichen Kindergartenlehrpersonen gegen diese Lohndiskriminierung und gelangen mit einem entsprechenden Begehren an die Schlichtungsstelle des Kantons Zürich.
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