Beschwerde wird eingereicht

16.12.2015

Nein, wir erwarten vom Regierungsrat schon lange keine Geschenke mehr, auch nicht zur Weihnachtszeit. Aber wir fordern ein, was uns zusteht: 100% Lohn für 100% Arbeit!

Nachdem die Zürcher Kantonsregierung nicht bereit ist, eine Lohndiskriminierung der Lehrpersonen auf der Kindergartenstufe zu erkennen, wurden nun die nächsten rechtlichen Schritte vorbereitet. Der VPOD wird kommende Woche gemeinsam mit den Berufsverbänden VKZ und ZLV eine Beschwerde gegen den Regierungsratsbeschluss beim Verwaltungsgericht einreichen.

Bereits der Ausgang der Schlichtungsverhandlungen im vergangenen März deutete darauf hin, dass der Kanton bereit ist, einen langwierigen Rechtsstreit in Kauf zu nehmen. Auch jetzt hat es der Kanton verpasst, die Lohndiskriminierung ernsthaft zu prüfen und die Löhne der Kindergartenlehrpersonen anzupassen. Der Regierungsrat widerspricht zwar den Argumenten der drei Personalverbände, aber es gelingt ihm nicht, sie zu wiederlegen. In diesem Sinne halten die Kindergartenlehrpersonen daran fest, dass eine Lohndiskriminierung nach Gleichstellungsgesetz feststellbar ist. Da nun der bereits seit geraumer Zeit erwartete Beschluss des Kantons bei den Beschwerdeführerinnen eingetroffen ist, wird der Gang an die juristischen Institutionen möglich. Stellvertretend für alle betroffenen Kindergartenlehrpersonen wird das juristische Verfahren mit drei Lehrerinnen auf der Kindergartenstufe weitergeführt. Nächste Woche werden wir deshalb mit einer Beschwerde ans Verwaltungsgericht gelangen.

Der VPOD hat seit Einführung des Gleichstellungsgesetzes bereits viele Lohnklagen in verschiedenen «typischen» Frauenberufen gewonnen. Mit der Lohnklage von 1995 erwirkten wir bereits höhere Löhne, sowie hohe rückwirkende Lohnzahlungen zugunsten der Kindergartenlehrpersonen. Seit damals hat sich der Beruf in Bezug auf die konkreten Anstellungsbedingungen, dem Pflichtenheft und den weiteren Rahmenbedingungen nochmals stark verändert. Die Chancen stehen gut, dass wir auch bei der Bekämpfung der gegenwärtigen Lohndiskriminierung erfolgreich sein werden. Bis wir zu einem hoffentlich erfreulichen Entscheid kommen, steht uns ein langwieriger, arbeits- und kostenintensiver Prozess bevor.

 Ohne VPOD keine Lohnklage. Ohne Mitglieder keinen VPOD.

 Hinter jedem Erfolg steckt Solidarität, viel Engagement und Organisation – und die konsequente Wahrnehmung unserer Interessen gegenüber den Arbeitgebern. Im Kanton Zürich haben sich 7000 Personen aus verschiedensten Berufen im VPOD organisiert. Mit ihren Beiträgen finanzieren sie auch ein professionelles Sekretariat, das die Mitglieder bei individuellen Problemen berät und betreut, das aber auch die kollektiven Interessen aller Mitglieder und Beschäftigten im öffentlichen Bereich wahrnimmt. Damit unser Engagement für bessere Arbeitsbedingungen und für die Finanzierung der Lohnklage überhaupt möglich wird, ist die die Gewerkschaft auf dich angewiesen. Nur dank den Kindergartenlehrpersonen und anderen solidarischen Mitglieder die im VPOD organisiert sind, kann die Lohnklage und die dazugehörige Kampagne überhaupt durchgeführt werde.

Deshalb rufen wir dich und deine KollegInnen dazu auf, heute noch VPOD Mitglied zu werden. Denn nur gemeinsam sind wir stark. Wir freuen uns!

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